Klarissenkloster wird umgebaut – Integratives Wohnprojekt

Ein integratives Wohnprojekt für Menschen mit Fluchterfahrung und „Kölner“ soll am ehemaligen Klarissenkloster in Köln-Kalk entstehen. Nachdem im Pfortengebäude schon die ersten Flüchtlinge eingezogen sind, hat der Projektleiter, Dr. Martin Günnewig vom Erzbistum Köln, am heutigen Freitag den Bauantrag für das weitere Projekt an Josef Ludwig, kommissarischer Leiter des Amtes für Wohnungswesen der Stadt Köln, überreicht. Nach Genehmigung der Pläne durch die Stadt können die Arbeiten zur Erstellung von 34 Wohnungen jeweils zur Hälfte für „Kölner“ und Flüchtlinge beginnen. In diesen Wohnungen und dem Pfortengebäude werden dann insgesamt rund 200 Menschen wohnen können. 

Für die weiteren Gebäude und den Garten hatten vier Planungsbüros in einem Qualifizierungsverfahren Vorschläge für die Umsetzung einer integrativen Wohnanlage gemacht. Eine Kommission aus Experten von Erzbistum Köln, Stadt Köln, Bezirksvertretung Kalk, künftiger Betreiber und aus Architekten hatten den Siegerentwurf ausgewählt. 

Die Gewinner, das Büro LK Architekten, planen eine offene Wohnanlage für Flüchtlinge und „Kölner“. Im Gegensatz zu der alten beengten baulichen Situation des Klosters wird die geplante Wohnanlage mit Wegen und Zugängen durchlässig und offener gestaltet. Weiterlesen

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NRW: Fast jeder vierte Einwohner hatte 2014 einen Migrationshintergrund

Düsseldorf. Über 4,1 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen hatten im Jahr 2014 einen Migrationshintergrund. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt anlässlich des Internationalen Tages der Migranten (18. Dezember 2015) mitteilt, waren das 23,6% aller rund 17,6 Millionen Einwohner an Rhein und Ruhr. Das Durchschnittsalter von Personen mit ausländischen Wurzeln war mit 35 Jahren niedriger als das der Einwohner ohne Migrationshintergrund (46 Jahre).

Personen mit türkischer Herkunft bildeten in NRW im Jahr 2014 mit einem Anteil von 21,0% die größte Gruppe der Bevölkerung mit Migrationshintergrund. Auf den weiteren Plätzen folgten Personen polnischer (13,6%), russischer (8,0%) und kasachischer (5,6%) Herkunft. Über 2,3 Millionen Einwohner (57,2%) mit Migrationshintergrund besaßen die deutsche Staatsangehörigkeit.

Im vergangenen Jahr wies der Regierungsbezirk Detmold mit 25,1% den höchsten Anteil von Personen mit Migrationshintergrund auf. Danach folgten die Regierungsbezirke Düsseldorf (24,8%), Köln (24,3%) und Arnsberg (23,5%). Den niedrigsten Anteil ermittelten die Statistiker für den Regierungsbezirk Münster mit 18,8%.

Von den kreisfreien Städten und Kreisen des Landes wies Wuppertal mit 35,0% den höchsten Anteil von Personen mit Migrationshintergrund auf. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Hamm (34,2%) und Düsseldorf (33,6%). Die Kreise Coesfeld (10,7%), Euskirchen (13,4%) und der Hochsauerlandkreis (14,1%) wiesen hier die niedrigsten Anteile auf. Weiterlesen

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Salep: Handel mit geschützten Orchideenknollen

Das Heißgetränk Salep erfreut sich mittlerweile auch in ganz Deutschland großer Beliebtheit. Es wird in türkischen Lebensmittelgeschäften als Instant-Pulver angeboten und findet sich auch auf den Speisekarten der türkischen Cafés wieder. Als Salep werden getrocknete, fein pulverisierte Wurzelknollen verschiedener Erdorchideen bezeichnet.

Salep-Knollen werden wild hauptsächlich in Albanien, Griechenland und besonders stark im Iran und in der Türkei geerntet. Sie werden für die Produktion von Speiseeis und dem traditionellen Heißgetränk, Salep genannt, gehandelt. Früher wurde Salep auch zu medizinischen Zwecken, als Nahrungsergänzungsmittel und Aphrodisiakum, verwendet. Die Türkei ist der Hauptkonsument von Salep.

Etwa 90% aller Erdorchideen werden dort für die Produktion von Salep geerntet, die geschätzte jährliche Salep-Produktion beträgt 30 Tonnen, das entspricht rund 40 bis 50 Millionen Orchideenpflanzen pro Jahr. Weiterlesen

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NRW: Ausstoß energiebedingter CO2-Emissionen 2013 um 1,7% niedriger

Düsseldorf. Die energiebedingten CO2-Emissionen in Nordrhein-Westfalen summierten sich im Jahr 2013 auf 268 Millionen Tonnen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, waren das 1,7% weniger als ein Jahr zuvor. Entgegen der NRW-Entwicklung stiegen die energiebedingten CO2-Emissionen in Deutschland im gleichen Zeitraum um 1,7% auf 781 Millionen Tonnen.

Das Protokoll der Klimakonferenz von Kyoto im Jahr 1990 setzte Ziele für eine Reduktion von Treibhausgasen. In Nordrhein-Westfalen verringerte sich der Ausstoß dieser energiebedingten CO2-Emissionen seit 1990 (damals: 299 Millionen Tonnen) um 10,5%. Wie die Statistiker mitteilen, ist dieser langfristige Rückgang in erster Linie auf eine Veränderung des „Energiemixes” zugunsten emissionsfreier (erneuerbare Energien) oder emissionsarmer Energieträger (z. B. Erdgas) zurückzuführen.

Quelle: www.it.nrw.de

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NS-Dokumentationszentrum: August Sanders unbeugsamer Sohn

Sonderausstellung: Von 23. Oktober 2015 bis 31. Januar 2016

Fast zehn Jahre saß Erich Sander, der Sohn des berühmten Kölner Fotografen August Sander, als Häftling in der Strafanstalt in Siegburg ein. 1935 war er wegen Vorbereitung zum Hochverrat (Widerstand gegen das NS-Regime) zu einer Haftstrafe von zehn Jahren verurteilt worden. Am 23. März 1944 starb Erich Sander in der Haft. Erich Sander dokumentierte als Gefängnisfotograf die Situation der politischen Gefangenen in der Strafanstalt Siegburg und schmuggelte Briefe sowie Fotografien aus der Haft.

Die Besucherinnen und Besucher erhalten in den fünf Bereichen der Ausstellung einen umfangreichen Blick auf das bewegte Leben Erich Sanders und seiner Familie. Rund 50 zum Teil noch nie in Ausstellungen gezeigte Fotografien von August Sander, dokumentieren Erichs Kindheit und Jugend sowie das familiäre und künstlerisch-politische Umfeld. Ein Teil der annähernd 40 Fotografien von Erich Sander spiegelt den Einfluss des Vaters auf sein fotografisches Werk wider.

Die Mehrzahl stellt eine außergewöhnliche Dokumentation der Lebensbedingungen politischer Häftlinge während der Zeit des Nationalsozialismus dar. Ergänzt wird die Fotoausstellung durch Dokumente und Objekte aus dem Haus der Familie, wie zum Beispiel bislang nicht publizierte Briefe von Erich Sander oder seine Totenmaske, eine einzigartige Hinterlassenschaft.

Quelle: www.koeln.de

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